Forschungstag der DHBW

Vernetzen für eine smarte und nachhaltige Zukunft

Wissenschaftler*innender DHBW Karlsruhe präsentierten ihre Forschungsprojekte

Der Forschungstag der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, der Anfang Februar virtuell vom Standort Mannheim aus koordiniert wurde, war ein voller Erfolg. Über 300 Gästen konnten die Wissenschaftler*innen der DHBW ihre Forschungsprojekte unter dem Motto „Vernetzung von Forschung und Lehre“ nahebringen.

„Es hat mich gefreut, am Forschungstag der DHBW mitwirken zu dürfen. Eine rundum gelungene Veranstaltung, wie ich finde. Vielen Dank für die tolle Organisation,“ ist das Fazit von Dr. Sabine Landwehr-Zloch, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, DHBW Karlsruhe, die in der Session „Kultur und inklusive Gesellschaft – Entwicklungen für die Gesellschaft von Morgen“ über das „Management von Nachhaltigkeit – Praxisorientierte Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeit in unternehmerischen Entscheidungen“ vor über 30 Teilnehmer*innen referierte. Das Thema Nachhaltigkeit stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Für Unternehmen bedeutet nachhaltiges Handeln, auch die negativen externen Effekte betrieblicher Entscheidungen zu kennen und zu bewerten. Doch wie lassen sich nachhaltigkeitsbezogene Aspekte in der betrieblichen Entscheidungsfindung, z.B. bei der Bewertung von Innovationsprojekten, angemessen berücksichtigen? Der Beitrag skizzierte methodische Grenzen klassischer Bewertungsverfahren und entwickelte einen praxis­tauglichen Handlungsrahmen zur Integration von Nachhaltigkeit in   Entscheidungen, der zusammen mit den dualen Partnern der DHBW umgesetzt werden kann.

Professor Marcus Strand, Leiter des Studiengangs Informatik an der DHBW Karlsruhe stellte das Projekt KIRK (KI-basierte Roboterkalibrierung) in der Session „Digitalisierung – Smarte Prozesse und Produktion vor. Fallende Preise machen den Einsatz mehrachsiger Roboter auch außerhalb der Massenproduktion attraktiv. Preiswerte Systeme erreichen allerdings oftmals nicht die notwendige Genauigkeit und mechanisch hochwertige Systeme müssen zeitaufwendig beim Hersteller nachkalibriert werden. Das Verbundvorhaben unter der Leitung der DHBW Karlsruhe verfolgt daher das Ziel, durch maschinelles Lernen neue Kalibriermethoden zu entwickeln, die flexibler in der Anwendung sind, zu höheren Genauigkeiten führen und damit die Einsatzmöglichkeiten der Roboter erweitern.

Unter der Überschrift „Digital verzahnt und vernetzt“ beantwortete Aneta Heinz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im IPF-Projekt „Weiterbildungsstrategien in der IT-Branche“ der DHBW Karlsruhe, in der Session „Smart Teaching – Kompetenzen und Vernetzung“ die Frage: "Wie kann Digitalisierung zur Verbesserung der Theorie-Praxis-Verzahnung beitragen?" Die DHBW – mit Theorie und Praxis zum Erfolg! Doch wie erfolgreich ist die Verzahnung von Theorie und Praxis wirklich? Befragungen von Studierenden geben Grund zur Sorge, denn gerade dieses zentrale Merkmal des dualen Studiums schneidet verhältnismäßig schlecht ab. Die vorgestellte Promotion analysiert die Gründe für den wahrgenommenen Mangel an Theorie-Praxis-Verzahnung mit dem Ziel, die Theorie nicht nur mit der Praxis zu verzahnen, sondern unter allen Beteiligten (digital) zu vernetzen. Aneta Heinz hat ein Video zu ihrem Poster gedreht und auf Vimeo veröffentlicht.

Dr. Andrew Lee, Professor in der Fakultät Wirtschaft der DHBW Karlsruhe und die Leiterin des Studiengangs BWL-Bank, Prof. Dr. Christiane Weiland, beteiligten sich an der Postersession: Das Interesse an nachhaltigen Vermögensanlagen steigt aktuell sehr stark an. Professor Lee und Professorin Weiland untersuchen, ob Crowdfunding Plattformen für solche Anlagen ein sinnvolles Instrument darstellen und welche Rolle Förderbanken hierbei spielen können - indem sie ein transparentes und vertrauenswürdiges Anlageinstrument für Kleinanleger bereitstellen. (Poster)

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Der nächste Forschungstag der DHBW findet am 11. Februar 2022 statt und wird von der DHBW Ravensburg ausgerichtet.

Text: DHBW MA, DHBW KA//DI, Bild: DHBW Mannheim