Grand Challenge 2019

Studierende der DHBW als Botschafter der digitalen Welt von morgen!

Wie wird sich unser Leben mit der ständig wachsenden Digitalisierung verändern?  Was sind die digitalen Herausforderungen im Bereich der Arbeit, des alltäglichen Lebens, der Wirtschaft, in Politik und Gesellschaft? Wie sieht die Hochschule der Zukunft aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Studierende der Wirtschaftsinformatik innerhalb des Future Skills Projekts, das von Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers in der Fakultät Wirtschaft an der DHBW Karlsruhe gelehrt wird. Anfang Juli stellten sie in Form von Power-Point-, Prezi-Präsentationen und Filmen, ihre Szenarien einer digitalisierten Welt im Jahr 2030, die sie für den Grand Challenge 2019 entwickelt hatten. Mit dem Format „Grand Challenge“ greift die Duale Hochschule Baden-Württemberg die Tradition anderer weltweit führender Hochschulen auf, die versuchen in wissenschaftlichen Diskursen auf große gesellschaftliche Herausforderungen wie z.B. den Klimawandel oder wie hier die Digitalisierung einzugehen und Lösungen für vorhandene und kommende Probleme zu finden. 

Insgesamt zehn Teams von Studierenden des Abschlussjahrgangs der Wirtschaftsinformatik stellten sich der anspruchsvollen Aufgabe und erarbeiteten innerhalb von zwei Monaten Zukunftsszenarien für das Jahr 2030 mit je einem Video, einer Präsentation und einem kurzen Positionspapier. „Das neue Lehrformat verfolgt das Ziel, Studierende an Future Skills heranzuführen, sie also fit zu machen für den Umgang mit einer unbekannten und unsicheren digitalen Zukunft. Dazu stehen vor allem Innovation, Kreativität und die Arbeit an der eigenen Überzeugungskraft beim Ringen um digital-ethische Fragen im Mittelpunkt“, so Prof. Ehlers.  Die studentischen Zukunftsvisionen basieren auf einer knallharten Analyse von Best- und Worst-Case Szenarien und ethischen Konzepten für eine lebenswerte digitale Gesellschaft der Zukunft.

Unter dem Titel „Digitalisierung der Arbeit – Fluch oder Segen“ stellte das spätere Gewinnerteam ihre Ergebnisse vor. Sie hatten zunächst über einer Crowdsourcing Plattform eine Umfrage durchgeführt, in der sie um Zeichnungen baten, wie sich die Befragten die Arbeitswelt in elf Jahren vorstellten. Das Ergebnis: Die Arbeitswelt wird sich polarisieren. Auf der einen Seite werden qualifizierte Fachkräfte gesucht auf der anderen Seite bleiben Hiwijobs für Zeitarbeiter. Als große Gefahr wird die Datensammlung und Überwachungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber gesehen.

„Wird aber ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt, dient Arbeit zur Verwirklichung und man wird sie nur noch aus Spaß ausführen“, so Patrick Aust vom Team A1 (WWI16B5). Stupide, monotone Tätigkeiten werden von Computern übernommen, die Menschen können ihre Arbeit autonom steuern. Die Gruppen stellten ihre Ergebnisse jeweils in einem „Best Case Szenario“, einem „Worst Case Szenario“ und einem „Wunsch Szenario“ vor. „Wenn unsere Empfehlungen befolgt werden, steht einer erfolgreichen Digitalisierung der Arbeitswelt nichts im Wege“, schlussfolgerte Markus Blitz vom Gewinnerteam (Kurs B1 – WWI16B3) des ‚Grand Challenge Award 2019‘ der von einer Expertenjury der DHBW Karlsruhe am Mittag verliehen wurde.

Text: DI, Foto: DHBW KA//DI