Akademietag 2026 der DHBW Karlsruhe
Rektor Prof. Dr.-Ing. Stephan Schenkel feierlich verabschiedet - Elf Jahre im Zeichen von Innovation, Partnerschaft und Zukunft
Unter dem Motto „Partnerschaft, die Zukunft schafft“ hat die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe ihren diesjährigen Akademietag begangen und dabei ihren langjährigen Rektor Prof. Dr.-Ing. Stephan Schenkel feierlich verabschiedet. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, den dualen Partnerunternehmen sowie Studierenden blickte die Hochschule auf elf Jahre erfolgreicher Entwicklung zurück und richtete zugleich den Blick auf die Zukunft der dualen Hochschulbildung. Als Moderator führte René Stephan, Leiter der Hochschulkommunikation und Marketing, durch die Veranstaltung.
Würdigung eines engagierten Hochschulgestalters
Seit 2015 prägte Prof. Schenkel die strategische Entwicklung der DHBW Karlsruhe maßgeblich. Unter seiner Leitung entstanden zahlreiche innovative Studienangebote – unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz –, die Forschung wurde deutlich ausgebaut, internationale Kooperationen intensiviert und die Hochschule als verlässliche Partnerin für Unternehmen und Einrichtungen in der TechnologieRegion Karlsruhe weiter gestärkt. Auch die Modernisierung von Lehre, Infrastruktur und Verwaltungsprozessen sowie eine von Offenheit und Wertschätzung geprägte Hochschulkultur zählen zu den prägenden Entwicklungen seiner Amtszeit.
In ihrer Festrede würdigte die Präsidentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Prof. Dr. Martina Klärle, die Verdienste des scheidenden Rektors: „Prof. Dr.-Ing. Stephan Schenkel hat die DHBW Karlsruhe mit großem Engagement geführt. Gerechtigkeit, Transparenz und Verlässlichkeit prägten seinen Anspruch an verantwortungsvolle Hochschulleitung. Den Dialog suchte er auch in schwierigen Situationen. Ebenso zeichnete ihn sein Gespür für Querschnittsaufgaben wie Gleichstellung und Nachhaltigkeit aus. Im vielfältigen Hochschulumfeld Karlsruhes hat er die DHBW als exzellente Hochschule für die Fach- und Führungskräfteentwicklung sichtbar positioniert. Für seinen langjährigen Einsatz danke ich ihm herzlich und wünsche ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg und persönlich alles Gute.“ Als Zeichen der Anerkennung verlieh die Präsidentin Prof. Schenkel die Ehrennadel der DHBW. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Duale Hochschule Baden-Württemberg Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Hochschule und die akademische Ausbildung verdient gemacht haben.
Wertschätzung aus Hochschule und Partnerunternehmen
Die enge Verbundenheit der dualen Partner mit der DHBW Karlsruhe wurde zudem in mehreren Filmbeiträgen deutlich. Mitarbeitende – vom Ausbildungsleiter bis zum Geschäftsführer verschiedener Partnerunternehmen – schilderten, was die DHBW und das duale Studienmodell für sie bedeuten und welche Erfahrungen sie damit verbinden. In einem weiteren Film blickten die Studierendenvertretung und Alumni auf die gemeinsame Zeit mit Professor Schenkel zurück und bedankten sich für seine Unterstützung.
Auch die Vorsitzende des Personalrats der DHBW Karlsruhe, Tanja Marshall, ließ die gemeinsame Zeit mit Prof. Schenkel Revue passieren. Sie hob zahlreiche Entwicklungen hervor, die während seiner Amtszeit angestoßen oder umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem neue Dienstvereinbarungen, die Entfristung von Stellen, die Einführung der digitalen Zeiterfassung sowie neue hochschulinterne Informationsformate wie „DHBW Inside“ und „Was gibt's Neues?“.
Mit persönlichen Worten verabschiedete sich die Leiterin des KinderCollege an der DHBW Karlsruhe, Claudia Keller. Sie dankte Prof. Schenkel für seine langjährige Unterstützung als Schirmherr. Für Prof. Schenkel sei die Förderung von Kindern stets eine Herzensangelegenheit gewesen. Während seiner Amtszeit entwickelte sich das KinderCollege zu einem ganzjährigen Angebot mit digitalen Formaten, die europaweit genutzt werden, sowie Präsenzveranstaltungen in den Sommerferien an der DHBW Karlsruhe. Damit nimmt das KinderCollege unter den Kinderuniversitäten eine besondere Stellung ein.
Podiumsdiskussion: Partnerschaften als Grundlage für die Hochschule von morgen
In einer Podiumsdiskussion erörterten Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Frank Roth, Präsident der IHK Karlsruhe und CEO der AppSphere AG, Martina Rebel, Bereichsverantwortliche People bei dmTECH und Vorsitzende des Örtlichen Hochschulrats der DHBW Karlsruhe, Prof. Dr. Thomas Bauer, Leiter Aus- und Weiterbildung der Daimler Truck AG sowie Honorarprofessor der DHBW, sowie Andre P.H. Müller, Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums Gernsbach, die Rolle der DHBW Karlsruhe als Innovationsmotor der TechnologieRegion Karlsruhe. Im Mittelpunkt standen Fragen der Fachkräftesicherung, der Digitalisierung, der Forschung sowie der Weiterentwicklung des dualen Studienmodells.
Gemeinsamer Blick in die Zukunft
Die Diskussionsrunde war sich einig, dass die DHBW Karlsruhe für die Herausforderungen der Zukunft – von der Transformation in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bis hin zum wachsenden Fachkräftebedarf – sehr gut aufgestellt ist. Als besondere Stärke wurde die enge Verzahnung von Theorie und Praxis hervorgehoben, die den Absolvent*innen eine hohe Employability ermöglicht. Ebenso betonten die Podiumsteilnehmenden die regionale Verankerung der Hochschule und die vertrauensvolle, verlässliche Zusammenarbeit mit den dualen Partnerunternehmen. Diese bilde die Grundlage dafür, innovative und bedarfsgerechte Studienangebote zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der Region nachhaltig zu stärken.
Ein Blick zurück und nach vorn
Zum Abschluss der Veranstaltung wandte sich Prof. Schenkel mit persönlichen Worten an die Gäste „Als ich das Amt des Rektors übernommen habe, hatte ich klare Ziele vor Augen: hervorragende Rahmenbedingungen für unsere Studierenden zu schaffen, den Anteil von Professorinnen zu erhöhen, innovative und am Bedarf der Wirtschaft orientierte Studiengänge weiterzuentwickeln und die Hochschule transparent zu führen.“ Zugleich betonte er, dass erfolgreiche Hochschulleitung nur gemeinsam gelingen könne: „Als Führungskraft braucht man Ausdauer, Vertrauen und auch das Glück, mit den richtigen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen.“ Er zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Einblicken und Würdigungen, die ihm während des Akademietags entgegengebracht wurden.: „Mein herzlicher Dank gilt allen, die mit ihren bewegenden Beiträgen und Worten dazu beigetragen haben, dass dieser Anlass für mich zu einem ganz besonderen Moment geworden ist.“
Abschied und Dank für 19 Jahre Engagement
Musikalisch begleitet wurde der Akademietag vom Symphonieorchester an der DHBW Karlsruhe. Der Vorsitzende des Orchesters, Stefan Müller-Ivok, überreichte Prof. Schenkel ein Gruppenfoto des Orchesters und verband dies mit der Hoffnung, ihn auch künftig als Gast bei den Konzerten begrüßen zu dürfen. Beim anschließenden Stehempfang nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, sich persönlich von Prof. Schenkel zu verabschieden und gemeinsam auf die erfolgreiche Entwicklung der Hochschule zurückzublicken.
Mit seinem Wechsel an die Hochschule Albstadt-Sigmaringen endet für Prof. Schenkel eine prägende Zeit an der DHBW Karlsruhe. Bereits seit 2007 war er Professor an der damaligen Berufsakademie Karlsruhe, ab 2010 Prorektor und Dekan der Fakultät Technik, bevor er 2015 das Amt des Rektors übernahm. Während seiner insgesamt 19-jährigen Tätigkeit entwickelte sich die DHBW Karlsruhe kontinuierlich weiter – als innovative Hochschule, starke Partnerin der Wirtschaft und Impulsgeberin für die Region.
Text DI, Fotos: DHBW KA//SON