Das Transfermobil meets DHBW Karlsruhe

Digitalisierung in der Pflege praxisnah erleben

Am 18.06.2026 war das Transfermobil des Landeskompetenzzentrums Pflege und Digitalisierung Baden-Württemberg (PflegeDigital@BW) zu Gast an der DHBW Karlsruhe. Die Veranstaltung war an die Lehrveranstaltung „Gerontologie und Geriatrie“ im ausbildungsintegrierten Studiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften, angekoppelt und wurde von der Studiengangsleitung Frau Prof. Dr. Liane Meyer initiiert. Das Angebot richtete sich an Studierende des Studiengangs, interessierte Kolleg*innen und vor allem auch an Duale Partner - und öffnete damit die Lehrveranstaltung bewusst für Hochschule und Praxis.

Das Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung Baden-Württemberg (PflegeDigital@BW) ist die landesweite Beratungs- und Vernetzungsstelle für digitale Lösungen in der Pflege. Stewart Gold und Manuel Höflein gaben den Teilnehmer*innen zunächst Informationen zur Arbeit und zu den Zielen von PflegeDigital@BW. Durch Schulungen, den Aufbau innovativer Infrastrukturen, Beratung und Netzwerke sollen Pflegefachpersonen befähigt werden, neue Möglichkeiten zu nutzen, um die Pflege insgesamt zu unterstützen und zu stärken.  

In einem weiteren Impulsvortrag informierte Frau Lena Burg vom Bosch Digital Innovation Hub, Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg, über Telematikinfrastrukturen (TI), Kommunikation im Medizinwesen, TI-Messenger, elektronische Patient*innenakte, E-Rezept, E-Verordnung bis hin zur elektronischen Medikamentenliste.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden ausreichend Zeit die vorgestellten Möglichkeiten selbst zu erproben. Es konnten diverse digitale Anwendungen für den Pflegebereich und die medizinische Versorgung/Ausbildung bestaunt und ausprobiert werden - darunter Anwendungen zur Aktivierung und Mobilisierung von zu Pflegenden, und zur Prophylaxe sowie Therapie, aber auch Exoskelette, Altersstimulationsanzüge und VR-Anwendungen. Ein besonderes Highlight war „Navel“ – ein sozialer Roboter, der individuell mit Patient*innen und Bewohner*innen ins Gespräch gehen und Fragen beantworten kann – diese Interaktion fand bei den Teilnehmenden großen Anklang. In der Abschlussrunde wurden Herausforderungen der digitalen Möglichkeiten benannt (z.B. Ressourcenaufwand bei Umstrukturierung, Zeitaufwand, Schnittstellenbrüche). Trotz dieser Herausforderungen bewerteten die Teilnehmer*innen die Vielfalt der Möglichkeiten als sehr positiv.

Die Veranstaltung hat gezeigt wie gewinnbringend es ist, digitale Innovationen für Studierende, Lehrende und Duale Partner unmittelbar erlebbar zu machen. Ein herzlicher Dank gilt dem Team von PflegeDigital@BW und der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg für die informativen Einblicke sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse und den engagierten Austausch.

Text: MA, ME; Foto: DHBW KA//DI