DHBW-Experte erklärt Weihnachtskaufverhalten

Der Leiter des Eye Tracking-Labors der DHBW Karlsruhe erläutert, warum Verbraucher*innen in der Festzeit mehr ausgeben – und gibt praktische Tipps, die in zahlreichen Medien aufgegriffen wurden.

Der Leiter des Eye Tracking-Labors der DHBW Karlsruhe, Jan Michael Rasimus, ist in mehreren überregionalen Medien als Experte zum Thema „Festzeit-Ausgaben: Warum wir zu Weihnachten mehr ausgeben“ zitiert worden. In den Beiträgen erläutert er, weshalb sich das Ausgabeverhalten vieler Menschen in der Weihnachtszeit spürbar verändert und welche psychologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen.

Im Zentrum seiner Einschätzungen steht die Frage, warum Verbraucher*innen in den Wochen vor Weihnachten eine höhere Zahlungsbereitschaft zeigen – selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Rasimus verweist auf fest etablierte gesellschaftliche Traditionen wie den Wunsch, anderen eine Freude zu bereiten oder sich selbst etwas Besonderes zu gönnen. Hinzu kommen saisonale Faktoren wie Weihnachtsgeld oder Boni, die das subjektiv verfügbare Budget erhöhen und Ausgaben leichter erscheinen lassen.

Besonders betont Rasimus die Rolle von Emotionen und visuellen Reizen.  Durch Eye Tracking-Analysen wird sichtbar, dass weihnachtliche Dekoration, stimmungsvolle Produktinszenierungen und Rabattkommunikation gezielt das Belohnungssystem aktivieren. Diese Ansprache verstärke die Bereitschaft, spontane Käufe zu tätigen – ein Effekt, den der Handel rund um Festtage und Rabattaktionen wie Black Friday oder Cyber Monday strategisch nutzt.

Darüber hinaus hebt Rasimus hervor, dass Ausgaben für Geschenke oftmals als weniger schmerzhaft empfunden werden, da sie mit positiven sozialen und emotionalen Erwartungen verknüpft sind. Gleichzeitig verlängern stimmungsvolle Einkaufsumgebungen oder festliche Online-Präsentationen die Verweildauer – ein bekannter Faktor, der die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs erhöht.

Die Medien berichten auch über seine Empfehlungen für einen bewussteren Umgang mit Festtagsausgaben: klare Budgetgrenzen, ein strukturierter Überblick über geplante Käufe, bewusste Entscheidungspausen sowie das Vermeiden von Impulskäufen durch physisches Bezahlen statt Raten- oder Kartenzahlung.

Zwei Beispiele der Veröffentlichungen finden sich hier:
Süddeutsche Zeitung
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Außerdem: Bei der Veranstaltung „Weihnachtsfeier Wissensdurst“ am 17. Dezember in der Alten Hackerei hat Michael Rasimus das Thema Festtagsausgaben zusätzlich in einem öffentlichen Kurzvortrag beleuchtet.

Text: DI, Fotos: DHBW KA//RM mit Hilfe von KI (ChatCPT), DI