DHBW Karlsruhe verabschiedet zweite Kohorte primärqualifizierter Hebammen
Feierlicher Abschluss eines anspruchsvollen dualen Studiums in Theorie und Praxis
Am 27. März 2026 hat die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe die zweite Kohorte des primärqualifizierenden Studiengangs Angewandte Hebammenwissenschaft feierlich verabschiedet. Im Audimax sowie beim anschließenden Empfang im Casino erhielten 27 Absolventinnen ihre Abschlusszeugnisse und wurden für ihre Leistungen gewürdigt. Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben sie sowohl die staatliche Berufszulassung als Hebamme als auch den akademischen Grad Bachelor of Science.
Die Feier fand im Beisein von 200 Gästen aus Hochschule und Praxis statt, darunter Vertreter*innen der Dualen Partnerkliniken sowie Familien und Freunde der Absolventinnen.
Der Rektor der DHBW Karlsruhe, Prof. Dr.-Ing. Stephan Schenkel, würdigte in seiner Ansprache die besondere Leistung der Absolventinnen: „Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie mit der Ausdauer, die Sie in den vergangenen dreieinhalb Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, Ihren weiteren Lebensweg gehen und weiterhin in Ihrem Beruf – Ihrer Berufung – aufgehen.“ Zugleich hob er die enge Verbindung von wissenschaftlicher Qualifikation und menschlicher Zuwendung hervor, die den Hebammenberuf in besonderer Weise auszeichnet.
Auch Prof. Dr. Mechtild Wallrath, Prorektorin und Dekanin der Fakultät Wirtschaft, richtete persönliche Worte an die Absolventinnen und griff dabei das Kinderbuch „Am Anfang“ von Bart Moeyaert und Wolf Erlbruch auf. Sie stellte die zentrale Rolle von Hebammen heraus, die Menschen vom Beginn des Lebens an begleiten, und betonte die Bedeutung dieses verantwortungsvollen Berufs für die Gesellschaft.
Prof. Dr. Anneliese Tometten-Iseke, Leiterin des Studiengangs Angewandte Hebammenwissenschaft, blickte auf die gemeinsame Studienzeit zurück und würdigte den besonderen Zusammenhalt des Kurses: „Sie haben Stärke, Empathie und Durchhaltevermögen gezeigt. Bleiben Sie authentisch und setzen Sie sich für die Rechte von Frauen ein.“ Zugleich unterstrich sie die gesellschaftliche Relevanz des Berufs: „Sie gehören zu den medizinischen Fachberufen und Sie haben das Privileg Frauen mit ihrem Neugeborenen in einer der sensibelsten Phasen ihres Lebens zu begleiten.“
Die Absolventinnen selbst bedankten sich in einer emotionalen Rede bei ihren Professor*innen, Dozierenden sowie Praxisanleitenden: „Ohne Sie und ohne die Unterstützung unserer Familien und Freunde würden wir heute nicht hier stehen.“ Sie beschrieben ihr Studium als intensiv und herausfordernd, zugleich aber auch als prägende und inspirierende Zeit. Ein besonderer Moment war ein von den Absolventinnen gestalteter Film, der den starken Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs eindrucksvoll zum Ausdruck brachte.
Die Akademisierung der Hebammenausbildung stellt einen wichtigen Schritt zur weiteren Professionalisierung des Berufs dar. Die Absolventinnen verfügen über fundiertes wissenschaftliches Wissen, das es ihnen ermöglicht, ihr Handeln evidenzbasiert zu reflektieren und aktiv zur Weiterentwicklung der Geburtshilfe beizutragen.
Entsprechend gefragt sind die Absolventinnen auf dem Arbeitsmarkt: Sie treten Tätigkeiten in Kliniken und Hebammenpraxen an, arbeiten freiberuflich in der außerklinischen Versorgung oder nutzen ihren Abschluss als Grundlage für weiterführende Masterstudiengänge.
Der Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft wird an den DHBW-Standorten Karlsruhe, Heidenheim und Stuttgart angeboten und verbindet wissenschaftliche Lehre mit praxisnaher Ausbildung in Kooperation mit Kliniken und freiberuflich tätigen Hebammen.
Hier geht’s zum Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft der DHBW Karlsruhe.
Text und Bilder: DI