Sitzung des Außenwirtschaftsausschusses der IHK Karlsruhe erstmals an der DHBW Karlsruhe
Austausch über Internationalisierung, Fachkräftequalifizierung und gemeinsame Perspektiven von Hochschule und regionaler Wirtschaft
Ende September 2026 tagte der Außenwirtschaftsausschuss der IHK Karlsruhe erstmals an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe. Rund um die Sitzung fand ein intensiver Austausch zu Fragen der internationalen Ausrichtung von Wirtschaft und Hochschule sowie zur künftigen Zusammenarbeit statt.
Einblicke in die technische Infrastruktur
Am Mittag erhielten die Mitglieder des Ausschusses im Rahmen einer Laborführung einen Einblick in die moderne Infrastruktur der Fakultät Technik. Dabei wurden ausgewählte Labore besucht, unter anderem das Smart Factory Lab, in dem Themen wie Digitalisierung, Automatisierung und die vernetzte Zusammenarbeit der Techniklabore im Sinne von Industrie 4.0 im Mittelpunkt stehen. Die Gäste konnten dort AR- und VR-Brillen erproben, mit denen das Matrix-Produktionssystem digital begeh- und erlebbar gemacht wird. So wurde anschaulich, wie digitale Technologien zur Simulation, Optimierung und zum besseren Verständnis komplexer Produktionsabläufe eingesetzt werden können.
Duale Hochschule und internationale Ausrichtung im Fokus
Zum offiziellen Sitzungsbeginn um 15:30 Uhr begrüßte Oliver Bollian und Monika Kirchgeßner, Vorsitzende des Außenwirtschaftsausschusses, die Teilnehmenden. Im Anschluss stellte Prof. Dr.-Ing. Aline Ganninger, Prodekanin der Fakultät Technik an der DHBW Karlsruhe, die Hochschule vor: Im Fokus standen das duale Studienkonzept, die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, die internationale Ausrichtung der Studiengänge sowie die besonderen Profilelemente der Fakultät Technik. Um die technische Machbarkeit und neue Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks zu veranschaulichen – insbesondere die Möglichkeit, mechanische und frei bewegliche Elemente direkt im Druckprozess zu realisieren – konnten additiv gefertigte Roboterarme getestet und ausprobiert werden.
Unter dem Motto „Zukunft? Machen wir. Gemeinsam!“ skizzierte Frank Roth, Präsident der IHK Karlsruhe, anschließend die Bedeutung einer starken Kooperation zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft im internationalen Kontext. Dabei wurde deutlich, dass gerade die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften mit internationaler Kompetenz ein zentraler Erfolgsfaktor für die exportorientierten Unternehmen der Region ist.
Es folgte eine Einführung in das „Strategische Haus der IHK“, präsentiert von Michael Baukloh, Leiter International der IHK Karlsruhe. Er gab einen Überblick über die Struktur der IHK, die verschiedenen Gremien und deren Aufgaben sowie den Rahmen, in dem der Außenwirtschaftsausschuss arbeitet. Auf dieser Grundlage wurde das Selbstverständnis des Ausschusses durch Oliver Bollian konkretisiert: Der Außenwirtschaftsausschuss versteht sich als Impulsgeber und Netzwerkplattform für alle Fragen der Internationalisierung in der Region.
Perspektiven für die Zusammenarbeit diskutiert
Im Rahmen eines Workshops, moderiert von Manuel Neumann, Referent International der IHK Karlsruhe, konnte die Perspektive der Mitglieder des Außenwirtschaftsausschusses ausführlich diskutiert werden.
Da es sich hierbei häufig um Geschäftsführende exportorientierter Unternehmen handelt, die die Anforderungen der internationalen Märkte aus eigener Verantwortung kennen, stand sowohl die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen beim Einstieg in Auslandsmärkte, die Möglichkeiten zur stärkeren Einbindung von Studierenden in internationale Projekte sowie der Ausbau gemeinsamer Formate im Vordergrund.
Text: GAN, DI; Foto: DHBW KA//GAN