Vom Studienkolleg ins duale Studium: Abdulbaraa Abazied startet an der DHBW Karlsruhe durch

Der Informatikstudent berichtet über seinen Weg von Syrien über das Studienkolleg in Bad Mergentheim an die DHBW Karlsruhe, über Herausforderungen beim Ankommen in Deutschland und seine Ziele in der digitalen Medizin.

Seit Oktober 2025 studiert Abdulbaraa Abazied an der DHBW Karlsruhe Informatik in der Studienrichtung Medizinische Informatik. Sein dualer Partner ist die RKH Holding (Regionale Kliniken Holding und Services GmbH). Der Weg in das duale Studium führte ihn über die Nebenstelle des Studienkollegs Konstanz an der DHBW in Bad Mergentheim, die internationale Studieninteressierte gezielt auf ein technisches duales Studium vorbereitet.

Gemeinsam mit 25 Teilnehmenden aus 16 Ländern absolvierte er dort ein intensives Vorbereitungsjahr, das neben fachlichen Inhalten insbesondere den Ausbau der Sprachkompetenzen sowie praxisnahe Einblicke durch Exkursionen und Projekte umfasste. Am Ende stand die erfolgreiche Feststellungsprüfung – die Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums in Deutschland.

Im Interview berichtet Abdulbaraa Abazied über seinen Bildungsweg von Syrien über Jordanien nach Deutschland, über die Herausforderungen beim Ankommen in einem neuen Bildungssystem und über seine Ziele im Bereich der medizinischen Informatik.

Herr Abazied, können Sie uns ein wenig über sich erzählen – woher Sie kommen und welchen Bildungsweg Sie bisher gegangen sind?
Ich komme aus Syrien, habe aber in Jordanien die Schule abgeschlossen und später in Deutschland meinen Bildungsweg fortgesetzt.

Was hat Sie motiviert, nach Deutschland zu kommen und hier zu studieren?
Deutschland ist bekannt für gute Bildung und gute Chancen im Beruf. Das hat mich motiviert.

Welche Rolle spielte das Internationale Studienkolleg in Bad Mergentheim auf Ihrem Weg?
Es hat mir sehr geholfen, die Sprache zu verbessern und mich auf das Studium vorzubereiten.

Gab es besondere Herausforderungen, die Sie meistern mussten – zum Beispiel sprachlich oder fachlich?
Ja, besonders die Sprache war am Anfang eine große Herausforderung.

Was hat Ihnen im Rückblick am meisten geholfen, erfolgreich zu sein?
Disziplin, Geduld und die Unterstützung von Lehrern und Freunden

Warum haben Sie sich für ein duales Studium an der DHBW Karlsruhe und für den Studiengang Informatik entschieden?
Weil ich Praxis und Theorie kombinieren wollte und Medizininformatik hat mich besonders interessiert.
 

Was hat Sie an Ihrem Dualen Partner, der RKH Holding, besonders angesprochen?
Die Möglichkeit, in einem großen Gesundheitsunternehmen praktische Erfahrungen zu sammeln.

Wie erleben Sie Ihr Studium bisher?
Das Studium gefällt mir sehr gut. Allerdings gibt es immer noch sprachliche Schwierigkeiten. Da ich erst seit drei Jahren in Deutschland lebe, sehe ich diese Schwierigkeiten jedoch als normal an und bin überzeugt, dass sie sich mit der Zeit weiter verringern werden. Ich bin mit meinem Dualen Partner sehr zufrieden. Allgemein würde ich mal sagen, dass das duale Studium nicht so einfach ist, aber wenn man sein Ziel erreichen möchte, muss man sich natürlich bemühen.

Welche Ziele haben Sie für Ihr Studium und Ihre berufliche Laufbahn?
Mein Ziel ist, erfolgreich das Studium abzuschließen und später in meinem Beruf viel Erfahrung zu sammeln.

Gibt es ein Projekt oder ein Thema, das Sie in den kommenden Jahren besonders interessiert?
Mich interessiert besonders, wie man digitale Lösungen in der Medizin verbessern kann.

Welchen Rat würden Sie anderen internationalen Studieninteressierten geben, die ein Studium an der DHBW anstreben?
Sie sollen keine Angst haben, Fragen zu stellen, fleißig lernen und offen sein.

Was hat Sie in Deutschland bisher am meisten überrascht oder beeindruckt?
Die gute Organisation, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen.

Die Nebenstelle des Studienkollegs Konstanz an der DHBW in Bad Mergentheim bereitet internationale Studieninteressierte mit ausländischen Bildungsabschlüssen gezielt auf ein Studium vor, sofern diese noch keine direkte Hochschulzugangsberechtigung für Deutschland besitzen. Ein besonderes Merkmal liegt in der konsequenten Ausrichtung auf ein duales Studium im technischen Bereich sowie in der engen Anbindung an Duale Partner und Standorte der DHBW. Neben fachlichen Grundlagen stehen Sprachförderung, Studienkompetenzen und praxisnahe Einblicke im Mittelpunkt des einjährigen Programms, das mit der Feststellungsprüfung als Nachweis der Hochschulreife abschließt.
Die Bewerbungsfrist für den nächsten Aufnahmetest endet am 1. Mai 2026.

Weitere Informationen zum Studienkolleg an der DHBW

Text: DI, A. Abazied; Foto: privat