Studieninhalte & Profil

Studienziele

Der Studiengang BWL-International Business verfolgt das Ziel, die Studierenden für die Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben in international tätigen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen zu qualifizieren. IB-Absolventen sollen nach Abschluss des Studiums in der Lage sein, das Management international tätiger Unternehmen in allen Belangen kompetent zu unterstützen.

Die Aufgabenbereiche der IB-Studierenden sind dabei insbesondere die Schnittstellen mit internationalen Kunden und Lieferanten, wie beispielsweise im internationalen Einkauf oder Vertrieb. Ebenso häufig übernehmen sie auch Aufgaben innerhalb von multinationalen Konzernen, an denen es um internationale Kontakte und interkulturelle Zusammenarbeit geht, wie z.B. im Produktcontrolling oder Projektmanagement.

International ausgerichtete mittelständische Unternehmen entsenden Absolventen zudem häufig unmittelbar nach dem Studienabschluss ins Ausland, um vor Ort die Geschäftstätigkeit selbstständig aufzubauen oder dabei mitzuwirken. Hier kommen ihnen die während des Studiums (praktisch und theoretisch) erworbene interkulturelle Kompetenz und insbesondere ihre sehr guten Fremdsprachenkenntnisse zugute.

Studieninhalte

Der Bachelorstudiengang International Business umfasst insgesamt sechs Semester, die in sechs Theoriephasen und sechs Praxisphasen unterteilt sind. Um die Studierenden optimal auf diese Aufgaben vorzubereiten, haben wir sowohl Theorie- als auch Praxisphasen darauf ausgerichtet, die Studierenden optimal auf oben genannten Ziele vorzubereiten. Beide Phasen werden im Folgenden erläutert.

Theoriephasen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe

In allen sechs Semestern des Studiums werden die grundlegenden Inhalte der Betriebswirtschaftslehre vermittelt. Zudem gibt es im Studiengang International Business verschiedene Vertiefungs- und Profilierungsmöglichkeiten. Die Struktur der Studieninhalte in International Business sind in der folgenden Abbildung anschaulich graphisch dargestellt.

Der Studiengang lässt sich insgesamt in drei große Bereiche unterteilen, die im Folgenden erläutert werden:

Die Grundlagenfächer werden durchgehend über alle sechs Semester des Bachelorstudiums gelehrt. Diese umfassen: Volkswirtschaftslehre, Recht, Finanzen, Mathematik/Statistik, Wissenschaftliches Arbeiten, Unternehmensführung und Methodenkompetenzen.

Die Vertiefungsfächer bereiten die Studierenden auf ihre internationale Tätigkeit vor. Hierzu gehören: 1. Externes und Internes Rechnungswesen (Accounting), 2. Marketing und Human Resources sowie 3. Materialwirtschaft und Logistik.

  • Im Bereich Rechnungswesen erlernen die Studierenden sämtliche Komponenten des internen Rechnungswesens (wie z.B. Kalkulationen, Deckungsbeitragsrechnungen, Target Costing, Prozesskostenrechnung, EVA, Management Reporting, etc.) Im externen Rechnungswesen werden sie neben den Grundlagen des HGB vor allem in der internationalen Rechnungslegung (IFRS) geschult. Die Grundlagenveranstaltungen in diesen Fächern werden dabei auf Deutsch gelehrt. Die Vertiefungen in IFRS und Management Accounting dann auf Englisch. Dies soll die Studierenden insbesondere auf Tätigkeiten im Produkt- oder Projektcontrolling im internationalen Geschäft vorbereiten.
  • Im Bereich Marketing und Human Resources erlernen die Studierenden sämtliche Komponenten eines (international) aufgestellten Personal- und Vertriebswesens (wie z.B. Entsendung von Mitarbeitern, Mitarbeiterentwicklung oder Incentive-Programme sowie internationales Marketing und Vertrieb, B2B-Marketing oder internationales Pricing). Auch diese Veranstaltungen werden in Deutsch und Englisch gehalten.
  • Im (neuen) Bereich Materialwirtschaft und Logistik erhalten die Studierenden eine fundierte Ausbildung in den wichtigen Bereichen der Beschaffung, Logistik und Supply Chain. Hierbei stehen insbesondere Fragen im Vordergrund wie optimale Beschaffung, Location Choice oder der Umgang mit neuen Verordnungen und Beschaffungsprozessen. Auch diese Veranstaltungen werden in Deutsch und Englisch gehalten.

Die Profilfächervermitteln die Besonderheiten der internationalen Geschäftstätigkeit und bieten den Studierenden ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung von interkultureller Kompetenz. Diese umfassen: 1. International Business, 2. Intercultural Management sowie 3. Sprachen.

  • Der Bereich International Business beschäftigt sich vor allem mit den „harten“ Regelungen des internationalen Geschäfts, wie Compliance Regelungen, internationale Handelsverträge oder Verordnungen, die für Ex- und Import relevant sind
  • Der Bereich Intercultural Management umfasst dagegen eher die „weichen“ Faktoren, die im internationalen Geschäft wichtig sind, wie z.B. internationale Unterschiede in Verhaltensweisen, Geschäftsprozessen oder im Umgang mit Mitarbeitern. Die Studierenden sollen hierbei insbesondere darauf sensibilisiert werden, typische (teure) Fehler in Kontakten mit anderen Kulturen zu vermeiden.
  • Im Bereich Sprachen erhalten die Studierenden die für die Tätigkeit in einem international aufgestellten Unternehmen notwendigen umfassenden Sprachkenntnisse. Im Studiengang International Business bilden wir diese Anforderung auf vielfältige Weise ab:
    • Rund die Hälfte aller Lehrveranstaltungen findet in englischer Sprache statt. Hierdurch erlangen die Studierenden neben dem normalen Fachwissen vor allem auch Englischkenntnisse in den jeweiligen Fachgebieten.
    • Daneben bieten wir – aufgrund der hohen Nachfrage – ab dem 3. Semester die Möglichkeit des Wahlfachs Spanisch an. Ziel ist es hierbei, dass Sprachniveau der Studierenden innerhalb von 4 Semestern auf das Niveau B2 zu erhöhen.
    • Zusätzliche werden außercurriculare – für die Studierenden kostenlose – Trainings in weiteren Fremdsprachen (Wirtschaftsfranzösisch, Chinesisch und andere) über das Sprachenzentrum angeboten.
    • Da ein großer Teil der Lehrveranstaltungen in englischer Sprache durchgeführt wird, werden überdies regelmäßig ausländische Studierende verschiedener Herkunftsländer (z.B. China, Südkorea, Bulgarien, Brasilien, etc.) in die Kurse integriert.

Ein sehr wichtiger Bereich im Studium International Business ist neben der Erweiterung der Fremdsprachenkenntnisse auch die gezielte Persönlichkeitsentwicklung, um kulturübergreifend vernetzt, lösungs- und zukunftsorientiert zu denken und zu handeln.

Hierzu tragen auch und insbesondere die integrierte Auslandsaufenthalte sowohl in Theorie- als auch in Praxisphasen bei. Die Studierenden erhalten hierbei die Möglichkeit bis zu 3 Monate an einer ausländischen Hochschule zu studieren. Daneben sollen die Studierenden auch in einer Praxisphase für maximal 3 Monate in eine ausländische Dependance entsendet werden. Viele Studierende machen von beiden Möglichkeiten regen Gebrauch, wovon ihre Erfahrungsberichte zeugen. Zum Beispiel ein Auslandssemester in Kalifornien und eine Praxisphase in Shanghai bieten den Studierenden umfassende Möglichkeiten ihren Erfahrungsschatz und ihre interkulturellen Kenntnisse deutlich zu erweitern.

Weitere Informationen hierzu können Sie dem Rahmenstudienplan auf dieser Seite entnehmen.

Weiter Informationen zu Erfahrungsberichten sehen sie weiter unten.

Praxisphasen im Partnerunternehmen

Die Ausbildung in den Unternehmen dient dem Transfer des in den Vorlesungen erarbeiteten Wissens in die jeweiligen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche sowie dem Kennenlernen und Erleben der betrieblichen und beruflichen Realität. Dabei werden die Studierenden mit Produkten, Dienstleistungen, Funktionen und Strukturen des entsprechenden Unternehmens vertraut. IB-Studierende erhalten die Möglichkeit, mindestens eine der Praxisphasen im Ausland zu verbringen.

In den Praxismodulen lernen die Studierenden überdies, Verantwortung im Team zu übernehmen und die eigenen Ideen und Ansichten in ihrem Arbeitsfeld gegenüber Fachvertretern und Laien vorzutragen und zu verteidigen. Der Theorie-Praxistransfer wird durch Reflexionsberichte und praxisbegleitende Prüfungsleistungen unterstützt.

Auslandaufenthalte

Ziel des Studiengangs BWL-International Business (IB) ist es, seine Studierenden so zu qualifizieren, dass sie nach Abschluss ihres Studiums in der Lage sind, das Management international tätiger Unternehmen in allen Belangen kompetent zu unterstützen. Damit die Absolventen den damit verbundenen Anforderungen auch gerecht werden können, sind Erfahrungen im Ausland während der Praxis-und/oder der Theoriephase wichtiger Bestandteil des IB-Studiums.

Erste berufspraktische Auslandserfahrungen sammeln viele IB-Studierende, wenn sie von ihren Partnerunternehmen für eines der Praxissemester in eine ausländische Niederlassung entsandt werden.

Selbstverständlich können die Studierenden auch für ein Semester an einer der ausländischen Partnerhochschulen der DHBW Karlsruhe studieren – eine Möglichkeit, von der viele gerne Gebrauch machen.

Zusätzlich sind auch die Teilnahmen an ausländischen Management-Kompaktprogrammen (in Indien, Hong Kong, Malaysia) möglich. Jede Form des internationalen Erfahrungserwerbs wird gern gesehen und vom Studiengang gefördert

Praxisauslandserfahrungen

Die meisten IBler verbringen eine Praxisphase des zweiten Studienjahres für ihr Partnerunternehmen im Ausland. Zu diesem Zeitpunkt haben die Studierenden bereits grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse erworben, verstehen die Herausforderungen der internationalen Zusammenarbeit und sind kulturell sensibilisiert, um effektiv im Ausland mitarbeiten zu können.

Bianca Jackson, WIB14B1, CRONIMET Holding, Bilbao, Spanien

Eine Ausland-Praxisphase bietet einem die Möglichkeit eine ausländische Niederlassung und damit eine andere Arbeitsumgebung sowie -kultur kennenzulernen. Ich habe während meiner Auslandspraxisphase die Vorzüge eines kleinen Teams mit schnellen Kommunikationswegen kennengelernt und bin sehr gut integriert worden. Gerade die Kultur im Baskenland, in welchem sich Bilbao befindet, mit den sogenannten "cuadrillas" hat meine Neugierde geweckt. "Cuadrillas" sind relativ in sich geschlossene Freundeskreis-Gruppen, welche oft an Wettbewerben innerhalb von Dorfgemeinschaften teilnehmen und dort gegen andere "Cuadrillas" antreten. Hierhin wurde ich von meiner Arbeitskollegin mitgenommen und finde, dass genau diese kulturellen Austausche sehr wertvoll und bereichernd sind, um andere Kulturen besser zu verstehen und diesen daraufhin sensibler in privaten, sowie auch professioneller in geschäftlichen Belangen zu begegnen.

Michael Lauinger, WIB14B1, Siemens AG, Navi Mumbai, Indien

Wenn einen zum ersten Mal die Flughunde inmitten des strömenden Monsunregens mit ihrem durchdringenden Gekreische begrüßen, dann merkt man, dass die Arbeitsverhältnisse an verschiedenen Orten auf der Welt vielleicht doch unterschiedlicher sind, als man dachte. Ich hatte im vierten Semester die Gelegenheit, meine Auslands-Praxisphase in Indien zu verbringen, genauer gesagt in Navi Mumbai, und die Unterschiede zu allem, was ich gewohnt war, hätten kaum größer sein können. Daher waren während meiner Zeit in Indien, mehr noch als das Beherrschen von internationalen Rechnungslegungsstandards oder das korrekte Auslegen der Incoterms, vor allem erstmal zwischenmenschliche Kompetenzen gefragt. Und die kann man nur schwer in einer Vorlesung vermittelt bekommen, auch wenn man durch „interkulturelle Kompetenz“-Seminare auf den Zusammenstoß mit fremden Kulturen vorbereitet wird. Alles in allem kann ich deshalb einen Auslandsaufenthalt während des Studiums nur empfehlen, denn die Erfahrungen, die man macht, findet man in keinem Lehrbuch.

Studieren im Ausland (Theoriephase)

Rund 40% aller IB-Studierenden sammeln Studienerfahrungen im Ausland und das around the globe. Das vierte Semester ist als Auslandsstudiensemester vorgesehen. Hier finden Sie einige Testimonials IB-Studierender:

 Jil Ehnis (Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH), California State University Channel Islands, USA

Durch den Schwerpunkt des interkulturellen Managements im Studiengang International Business werden die Studierenden von Anfang an auf Einsätze im Ausland vorbereitet. Ein Auslandsaufenthalt hilft dabei, diese Kompetenzen anzuwenden und ermöglicht berufliche Netzwerke aufzubauen, fordert und fördert Anpassungsfähigkeit sowie persönliche Freundschaften. Meine Erfahrungen im Golden State Kalifornien haben eben diese Bereicherungen und Eigenschaften vertieft.

Lara Schopp (Senator GmbH & Co. KGaA), Instituto Tecnológico, Cartago, Costa Rica

Eine völlig unbekannte Kultur kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden, neue Freundschaften schließen und sich in einem wunderschönen fremden Land zuhause fühlen. Das sind nur einige wenige Dinge, die mir ein Auslandssemester am Instituto Tecnológico in Cartago ermöglicht hat.

Weit weg von der Heimat hatte ich Tag für Tag die Möglichkeit, neue Herausforderungen zu meistern, durch Uniprojekte mit Ticos (Costaricaner) in Kontakt zu treten und dabei ein kleines Land Zentralamerikas zu entdecken, das sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich kaum mit Deutschland zu vergleichen ist. Für mich persönlich war es eine unvergessliche, lehrreiche Erfahrung, die mir als IB-Studentin einmal mehr die Bedeutsamkeit der internationalen Ausrichtung des Studiums verdeutlicht hat. 

Virginia Normand (L’Oréal Deutschland GmbH), Shanghai University, China

Erfahrungen, Freundschaften, Sprachen, Kulturen… Ein Auslandsaufenthalt bereichert einen in jeder Hinsicht. Man wächst an sich selbst und an den Herausforderungen, die ein Leben weit weg von den heimischen Gefilden mit sich bringt.

China als boomende Wirtschaftsmacht, als Land mit einer völlig anderen Kultur und Geschichte war für mich, als Studentin der internationalen Betriebswirtschaft, eine spannende, lehrreiche und unvergessliche Bereicherung.

Svenja Finkler (Siemens AG), Taylor University Kuala Lumpur, Malaysia

An seine Grenzen gehen, mutig sein und sich von anderen inspirieren lassen. Die Kultur, die Menschen und die Landschaft haben mein Auslandssemester in Kuala Lumpur, Malaysia geprägt und es für mich unvergesslich gemacht. Ich habe viel über mich selbst und andere Menschen aus verschiedenen Kulturen gelernt. Es erfordert Mut, Sprachbarrieren sowie kulturelle Unterschiede in einem fremden Land zu überwinden. Gleichzeitig eröffnet es einem die Möglichkeit, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und verschiedenste Religionen, Sitten sowie Lebensstandards und Gegebenheiten selbst zu erkunden und zu erleben.

Laura Witzler (CRONIMET Holding), Durban University of Technology, Südafrika

Meine Zeit in Südafrika war sehr lehrreich und hat mir für viele Dinge eine neue Sichtweise gegeben. Ich durfte neue Kulturen kennenlernen und konnte meinen Horizont erweitern. Ich würde es immer wieder machen.

Meiner Meinung nach bringt ein Auslandsaufenthalt einen persönlich immer weiter, egal ob in der Theorie- oder Praxisphase. Durch die vielen unterschiedlichen Eindrücke und die ethnische Vielfalt, die auch vor allem in Südafrika existiert, hatte ich die Möglichkeit, Gelerntes aus der DHBW anzuwenden und kulturelle sowie auch Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Lea Boschert (Senator GmbH & Co. KGaA), Dublin Business School, Irland

Mein Auslandssemester in Irland gehört definitiv zu einer der schönsten Zeiten meines Studiums. Die Iren sind ein sehr offenes und warmherziges Volk, das es versteht, die angenehmen Seiten des Lebens voll auszukosten.

Durch ein überdurchschnittlich hohes Wirtschaftswachstum zieht Irland und besonders das multikulturelle Dublin viele Menschen aus aller Welt an. Dadurch konnte ich meinen kulturellen Horizont erweitern und meine Englischkenntnisse verbessern.