Studieninhalte & Profil

Theoriephasen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe

In allen sechs Semestern des Studiums werden die grundlegenden Inhalte der Betriebswirtschaftslehre vermittelt. Zusätzlich werden im Rahmen der beiden Profilfächer International Business und Intercultural Management zum einen die Besonderheiten der internationalen Geschäftstätigkeit vermittelt und zum anderen ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung interkultureller Kompetenz entwickelt.

Im fünften und sechsten Semester sind die Vertiefungsfächer International Marketing sowie International Controlling & Financial Accounting vorgesehen, die von allen Studierenden zu belegen sind, um zu diesen für die internationale Geschäftstätigkeit essentiellen Themen vertiefte Kenntnisse zu erwerben.
Die betriebswirtschaftlichen Lehrveranstaltungen sowie die Profilfächer werden durch die üblichen Pflichtlehrveranstaltungen ergänzt: Volkswirtschaftslehre, Recht, Mathematik/Statistik, Technik der Finanzbuchführung, Grundlagen des Informationsmanagements, Wissenschaftliches Arbeiten, Methoden-/Sozialkompetenzen, sowie Wirtschaftsenglisch.

Neben Wirtschaftsenglisch werden zusätzliche außercurriculare, für die Studierenden kostenlose Trainings in weiteren Fremdsprachen (Wirtschaftsfranzösisch, Wirtschaftsspanisch und andere) über das Sprachenzentrum angeboten. Rund die Hälfte aller Lehrveranstaltungen des Studiengangs findet in englischer Sprache statt. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Studierenden im Laufe ihres Studiums befähigt werden, betriebswirtschaftliche Sachverhalte gleichermaßen in deutscher und englischer Sprache darzustellen.

Mittels erweiterter Fremdsprachenkenntnisse und gezielter Persönlichkeitsentwicklung lernen die Studierenden, kulturübergreifend vernetzt, lösungs- und zukunftsorientiert zu denken und zu handeln. Hierzu tragen auch und insbesondere integrierte Auslandsaufenthalte sowohl in Theorie- als auch in Praxisphasen bei.

Da ein großer Teil der Lehrveranstaltungen in englischer Sprache durchgeführt wird, können überdies ausländische Studierende verschiedener Herkunftsländer an der DHBW Karlsruhe studieren. Weitere Informationen hierzu können Sie dem Rahmenstudienplan auf dieser Seite entnehmen.

Praxisphasen im Partnerunternehmen

Die Ausbildung in den Unternehmen dient dem Transfer des in den Vorlesungen erarbeiteten Wissens in die jeweiligen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche sowie dem Kennenlernen und Erleben der betrieblichen und beruflichen Realität. Dabei werden die Studierenden mit Produkten, Dienstleistungen, Funktionen und Strukturen des entsprechenden Unternehmens vertraut. IB-Studierende erhalten die Möglichkeit, mindestens eine der Praxisphasen im Ausland zu verbringen.

In den Praxismodulen lernen die Studierenden überdies, Verantwortung im Team zu übernehmen und die eigenen Ideen und Ansichten in ihrem Arbeitsfeld gegenüber Fachvertretern und Laien vorzutragen und zu verteidigen. Der Theorie-Praxistransfer wird durch Reflexionsberichte und praxisbegleitende Prüfungsleistungen unterstützt.

Auslandaufenthalte

Ziel des Studiengangs BWL-International Business (IB) ist es, seine Studierenden so zu qualifizieren, dass sie nach Abschluss ihres Studiums in der Lage sind, das Management international tätiger Unternehmen in allen Belangen kompetent zu unterstützen. Damit die Absolventen den damit verbundenen Anforderungen auch gerecht werden können, sind Erfahrungen im Ausland während der Praxis-und/oder der Theoriephase wichtiger Bestandteil des IB-Studiums.

Erste berufspraktische Auslandserfahrungen sammeln viele IB-Studierende, wenn sie von ihren Partnerunternehmen für eines der Praxissemester in eine ausländische Niederlassung entsandt werden.

Selbstverständlich können die Studierenden auch für ein Semester an einer der ausländischen Partnerhochschulen der DHBW Karlsruhe studieren – eine Möglichkeit, von der viele gerne Gebrauch machen.

Zusätzlich sind auch die Teilnahmen an ausländischen Management-Kompaktprogrammen (in Indien, Hong Kong, Malaysia) möglich. Jede Form des internationalen Erfahrungserwerbs wird gern gesehen und vom Studiengang gefördert

Praxisauslandserfahrungen

Die meisten IBler verbringen eine Praxisphase des zweiten Studienjahres für ihr Partnerunternehmen im Ausland. Zu diesem Zeitpunkt haben die Studierenden bereits grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse erworben, verstehen die Herausforderungen der internationalen Zusammenarbeit und sind kulturell sensibilisiert, um effektiv im Ausland mitarbeiten zu können.

Bianca Jackson, WIB14B1, CRONIMET Holding, Bilbao, Spanien

Eine Ausland-Praxisphase bietet einem die Möglichkeit eine ausländische Niederlassung und damit eine andere Arbeitsumgebung sowie -kultur kennenzulernen. Ich habe während meiner Auslandspraxisphase die Vorzüge eines kleinen Teams mit schnellen Kommunikationswegen kennengelernt und bin sehr gut integriert worden. Gerade die Kultur im Baskenland, in welchem sich Bilbao befindet, mit den sogenannten "cuadrillas" hat meine Neugierde geweckt. "Cuadrillas" sind relativ in sich geschlossene Freundeskreis-Gruppen, welche oft an Wettbewerben innerhalb von Dorfgemeinschaften teilnehmen und dort gegen andere "Cuadrillas" antreten. Hierhin wurde ich von meiner Arbeitskollegin mitgenommen und finde, dass genau diese kulturellen Austausche sehr wertvoll und bereichernd sind, um andere Kulturen besser zu verstehen und diesen daraufhin sensibler in privaten, sowie auch professioneller in geschäftlichen Belangen zu begegnen.

Michael Lauinger, WIB14B1, Siemens AG, Navi Mumbai, Indien

Wenn einen zum ersten Mal die Flughunde inmitten des strömenden Monsunregens mit ihrem durchdringenden Gekreische begrüßen, dann merkt man, dass die Arbeitsverhältnisse an verschiedenen Orten auf der Welt vielleicht doch unterschiedlicher sind, als man dachte. Ich hatte im vierten Semester die Gelegenheit, meine Auslands-Praxisphase in Indien zu verbringen, genauer gesagt in Navi Mumbai, und die Unterschiede zu allem, was ich gewohnt war, hätten kaum größer sein können. Daher waren während meiner Zeit in Indien, mehr noch als das Beherrschen von internationalen Rechnungslegungsstandards oder das korrekte Auslegen der Incoterms, vor allem erstmal zwischenmenschliche Kompetenzen gefragt. Und die kann man nur schwer in einer Vorlesung vermittelt bekommen, auch wenn man durch „interkulturelle Kompetenz“-Seminare auf den Zusammenstoß mit fremden Kulturen vorbereitet wird. Alles in allem kann ich deshalb einen Auslandsaufenthalt während des Studiums nur empfehlen, denn die Erfahrungen, die man macht, findet man in keinem Lehrbuch.

Studieren im Ausland (Theoriephase)

Rund 40% aller IB-Studierenden sammeln Studienerfahrungen im Ausland und das around the globe. Das vierte Semester ist als Auslandsstudiensemester vorgesehen. Hier finden Sie einige Testimonials IB-Studierender:

 Jil Ehnis (Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH), California State University Channel Islands, USA

Durch den Schwerpunkt des interkulturellen Managements im Studiengang International Business werden die Studierenden von Anfang an auf Einsätze im Ausland vorbereitet. Ein Auslandsaufenthalt hilft dabei, diese Kompetenzen anzuwenden und ermöglicht berufliche Netzwerke aufzubauen, fordert und fördert Anpassungsfähigkeit sowie persönliche Freundschaften. Meine Erfahrungen im Golden State Kalifornien haben eben diese Bereicherungen und Eigenschaften vertieft.

Lara Schopp (Senator GmbH & Co. KGaA), Instituto Tecnológico, Cartago, Costa Rica

Eine völlig unbekannte Kultur kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden, neue Freundschaften schließen und sich in einem wunderschönen fremden Land zuhause fühlen. Das sind nur einige wenige Dinge, die mir ein Auslandssemester am Instituto Tecnológico in Cartago ermöglicht hat.

Weit weg von der Heimat hatte ich Tag für Tag die Möglichkeit, neue Herausforderungen zu meistern, durch Uniprojekte mit Ticos (Costaricaner) in Kontakt zu treten und dabei ein kleines Land Zentralamerikas zu entdecken, das sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich kaum mit Deutschland zu vergleichen ist. Für mich persönlich war es eine unvergessliche, lehrreiche Erfahrung, die mir als IB-Studentin einmal mehr die Bedeutsamkeit der internationalen Ausrichtung des Studiums verdeutlicht hat. 

Virginia Normand (L’Oréal Deutschland GmbH), Shanghai University, China

Erfahrungen, Freundschaften, Sprachen, Kulturen… Ein Auslandsaufenthalt bereichert einen in jeder Hinsicht. Man wächst an sich selbst und an den Herausforderungen, die ein Leben weit weg von den heimischen Gefilden mit sich bringt.

China als boomende Wirtschaftsmacht, als Land mit einer völlig anderen Kultur und Geschichte war für mich, als Studentin der internationalen Betriebswirtschaft, eine spannende, lehrreiche und unvergessliche Bereicherung.

Svenja Finkler (Siemens AG), Taylor University Kuala Lumpur, Malaysia

An seine Grenzen gehen, mutig sein und sich von anderen inspirieren lassen. Die Kultur, die Menschen und die Landschaft haben mein Auslandssemester in Kuala Lumpur, Malaysia geprägt und es für mich unvergesslich gemacht. Ich habe viel über mich selbst und andere Menschen aus verschiedenen Kulturen gelernt. Es erfordert Mut, Sprachbarrieren sowie kulturelle Unterschiede in einem fremden Land zu überwinden. Gleichzeitig eröffnet es einem die Möglichkeit, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und verschiedenste Religionen, Sitten sowie Lebensstandards und Gegebenheiten selbst zu erkunden und zu erleben.

Laura Witzler (CRONIMET Holding), Durban University of Technology, Südafrika

Meine Zeit in Südafrika war sehr lehrreich und hat mir für viele Dinge eine neue Sichtweise gegeben. Ich durfte neue Kulturen kennenlernen und konnte meinen Horizont erweitern. Ich würde es immer wieder machen.

Meiner Meinung nach bringt ein Auslandsaufenthalt einen persönlich immer weiter, egal ob in der Theorie- oder Praxisphase. Durch die vielen unterschiedlichen Eindrücke und die ethnische Vielfalt, die auch vor allem in Südafrika existiert, hatte ich die Möglichkeit, Gelerntes aus der DHBW anzuwenden und kulturelle sowie auch Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Lea Boschert (Senator GmbH & Co. KGaA), Dublin Business School, Irland

Mein Auslandssemester in Irland gehört definitiv zu einer der schönsten Zeiten meines Studiums. Die Iren sind ein sehr offenes und warmherziges Volk, das es versteht, die angenehmen Seiten des Lebens voll auszukosten.

Durch ein überdurchschnittlich hohes Wirtschaftswachstum zieht Irland und besonders das multikulturelle Dublin viele Menschen aus aller Welt an. Dadurch konnte ich meinen kulturellen Horizont erweitern und meine Englischkenntnisse verbessern.